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Sicherheiten und Risiken

Patienteninformation
Die Sicherheit aller Anästhesieverfahren ist heute sehr gross. Das Risiko von lebensbedrohlichen Zwischenfällen ist selbst bei schwer vorerkrankten Patienten gering. Alle lebenswichtigen Körperfunktionen werden lückenlos überwacht, und wenn nötig sofort korrigiert
Beispiele: Herztätigkeit, Kreislauf- und Atemfunktion. Vorübergehende oder gar bleibende Schäden durch eine Anästhesie sind sehr selten. Erwähnt seien als Beispiele Zahnschäden bei Allgemeinanästhesien und Nervenschäden nach Regionalanästhesien. In sehr seltenen Fällen kann es sogar zu länger dauernden Lähmungen und Veränderungen der Empfindung kommen.
Zusätzliche Risiken sind möglich, wenn spezielle Massnahmen durchgeführt werden müssen. Hierzu zählen die Einlage von Kathetern in bestimmten Blutgefässen oder bei Gabe von Blut oder Blutbestandteilen (Bluttransfusion). Letztere wird nur bei Vorliegen dringender Gründe durchgeführt.
Unangenehme Beschwerden, die nach der Anästhesie auftreten, aber meist schnell behoben werden können, sind z.B. Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Kältezittern, Kältegefühl oder Schwierigkeiten beim Wasserlösen. Anästhesiebedingte länger dauernde Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen sind sehr seltene Ausnahmen.

Bitte lesen Sie bei Ihrem Spitaleintritt am Tage vor der Operation unbedingt das Merkblatt: «Aufklärung und Einwilligung zur Anästhesie» genau durch, und notieren Sie sich Fragen oder Unklarheiten. Diese können sie dann mit dem Narkosearzt in aller Ruhe während der Prämedikationsvisite am Tag vor der Operation besprechen.

Wichtige Hinweise:
Sie selbst können mithelfen Zwischenfälle zu vermeiden, indem sie folgendes beachten:  

  • 6 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen!

  • 4 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr trinken
    (Ausnahme: Tabletten mit etwas Wasser)! In der gleichen Zeitspanne nicht mehr rauchen und keine Bonbons oder Kaugummi kauen (Aspirationsgefahr durch verstärkte Magensäureproduktion!!!).

  • Bitte schminken sie sich ab und entfernen sie Nagellack.

  • Legen sie Schmuck vollständig ab und schliessen sie ihn im Wertfach auf der Abteilung ein (Ohrringe, Ketten, Ringe, Piercing)

  • Kontaktlinsen dürfen nicht mit in den OP

  • Brillen nur nach Absprache

  • Lassen sie Zahnteile (Prothesen und Brücken) im Zimmer

  • Wenn sie Medikamente einnehmen müssen besprechen sie Dosierung und Zeitpunkt mit dem Anästhesisten